Heilpraxis für Psychotherapie

Tanztherapie

„Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren…“ sagte schon Pina Bausch und auch Royston Maldoom nannte sein Buch „Tanz um dein Leben“…

Diese beiden Künstler der Bewegung, wie ich sie nenne, haben mich tief berührt und beeindruckt, sowohl mit ihrer Hingabe und Begeisterung für die Bewegung und den Körper in all seiner Vielschichtigkeit.

Es geht beim Tanzen um weit mehr als nur die positiven Effekte wie Schulung des Gleichgewichtssinns oder Verbesserung der Koordination. Wenn wir tanzen, können wir ganz im Moment sein, denn der Körper ist immer im Hier und Jetzt. Wenn wir achtsam hineinspüren, in unsere verschiedenen Körperteile und Körperregionen, fühlen wir uns selbst mit allen Emotionen die da sein können. Das ist es worum es geht: Das Fühlen – sich selbst – das Leben.

Wenn das schwierig und belastend ist kann die Tanztherapie ein hilfreicher Weg sein. Viele meiner Klienten haben zum Teil langjährige nicht körperorientierte Psychotherapien hinter sich, die ihnen auf jeden Fall weiter geholfen haben. Dann bemerken manche, dass noch irgendetwas fehlt oder ein Thema auf andere Weise bearbeitet werden möchte und entscheiden sich dann die Tanztherapie auszuprobieren. Denn der Körper beinhaltet die wichtigsten Schlüssel zur Heilung. Jedes ungelebte Gefühl manifestiert sich dort und wird oft als Verspannung oder Schmerz erlebt. Beides kann zu leidvollen Chronifizierungen führen. Der Körper und letztlich die Seele, denn beide sind untrennbar verbunden, sind zutiefst dankbar, wenn wir ihnen nur mal genau zuhörten. Was drückt sich denn im Nackendruck aus? Was spüren wir wenn es still wird und nur noch der Impuls da ist, sich hinzulegen und dem Ruhebedürfnis des Rückens nachgeben? Dem Fluss des eigenen Körpers zu folgen ist von entscheidender Bedeutung für die Therapie und somit für die ganzheitliche Heilung.

Tanztherapie als Einzelarbeit

Termine sind jederzeit nach Absprache möglich.

Tanztherapie Seminare

Tanztherapie – Auf meinem Weg zu mehr Leichtigkeit.

In diesem Seminar geht es darum, auf verschiedenen Wegen in uns hineinzuhören und das auszudrücken, was sich im Körper als Schwere zeigt. Wir achten es und geben ihm genau so Raum wie dessen Gegenteil, das ganz vielfältig sein kann. Über die Bewegung mit und ohne Musik und folgen wir dann dieser Spur um uns zu erleichtern.
Mit Hilfe von Übungen gegen die Kopflastigkeit und dem experimentellen im Kontakt mit anderen, probiert jede/r ihren/seinen Tanz der Leichtigkeit aus und wie das ein Teil des Lebensalltags werden kann.

Termine 2018

folgt
Samstag: 15.00-18.00 Uhr
Beitrag: 50 Euro/45,-Euro erm.

Tanz- Sozialtherapie – Die Methode

Tanz ist Bewegung und Bewegung ist Leben.

Tanz und Bewegung waren zu allen Zeiten wichtige Ausdrucksmittel und wurden in Heilungsprozesse integriert. Die Ursprünge der Tanztherapie entwickelten sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts, der Zeit der deutschen rhythmischen Gymnastikbewegung und des Ausdruckstanzes. Erst in den 1980er Jahren fand sie den Weg zurück nach Deutschland.
Die Tanztherapie fördert sowohl die Körperwahrnehmung als auch die Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Der nonverbale Zugang unterstützt nachhaltig die Erweiterung der Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten.
Alle nicht gelösten Konflikte wirken sich auf den Körper aus und werden somit gespeichert. Oft entstehen daraus Ängste und Blockaden, die sich in unbewältigten Mustern manifestieren können. Innerliche oder äußerliche Bewegungen werden dann vielfach nicht beachtet oder gefühlt und daraus ergeben sich wichtige Ansatzpunkte für die Tanztherapie.
Mit Hilfe achtsamer Übungen sowie des Zugangs zur persönlichen Biographie wird die emotionale Lebendigkeit gefördert. Auf diese Weise kann das Erlebte in einer anderen Weise reflektiert und integriert werden und neue Sichtweisen können entstehen.

In der Sozialtherapie stehen die Wechselbeziehungen zwischen einem Menschen, einer Person und dessen sozialem Umfeld im Vordergrund. In welchem Maß beeinflussen soziale Bedingungen die seelische und körperliche Gesundheit?
Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und die Stärkung des Selbstbewusstseins sind Ziele der Sozialtherapie und die Selbsterfahrung hat dabei einen großen Anteil. Für die therapeutische Arbeit ist der Resonanzbegriff ein wichtiger Bestandteil im Kontakt zwischen Therapeut und Klient. Schwingungen, die Gefühle entstehen lassen, werden im Kontakt angesprochen um größere Klarheit zu schaffen und somit neue Erfahrungsräume zu öffnen.
In der Tanz- Sozialtherapie verbindet sich die Erweiterung der Erlebnisfähigkeit durch körperbezogene Prozesse mit der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Förderung sozialer Kompetenzen. Verborgene Persönlichkeitsanteile werden wieder erkannt und genutzt und die Fähigkeiten zum lebendigen Kontakt ausprobiert, um sie Schritt für Schritt in den Alltag zu integrieren. Die Tanz- Sozialtherapie schafft neue Erlebnisräume und erschließt den Menschen die Entwicklung von mehr Wahlmöglichkeiten des Verhaltens gegenüber der Umwelt.